KaDeWe - DIE SECHSTE QD6

YEAR:

2020

Completed

STATUS: 

TYPE:

CLIENTS:

LOCATION:

SIZE:

COLLABORATORS:

TEAM:

PHOTOGRAPHER:

Retail

The KaDeWe Group GmbH

Tauentzienstraße 21-24, 10789 Berlin

1400 m2

Paula Sekles (Sekles Lichtplanung), Max Reder (AUKETT+HEESE), Lutz Kollmann (KDrei)

Thomas Karsten, Alexandra Erhard, Isabella Lang, Jule Kuhn-Weidler

KaDeWe / The KaDeWe Group

Auf Basis des von OMA 2016 gewonnenen Wettbewerbs zur Neuorganisation des KaDeWe wurden wir, studio karhard®, mit der Umgestaltung zweier Quadranten der Lebensmitteletage "Die Sechste“ beauftragt.


Das hat uns besonders gefreut, da wir bislang keine große Erfahrung mit der Gestaltung von Retail-Bereichen dieser Größenordnung hatten, aber dennoch natürlich einen persönlichen Zugang zum KaDeWe als Konsumtempel hatten, wie eigentlich alle Berliner:innen.


Dabei folgt die Gestaltung der Quadranten C & D der sechsten Etage der Organisation einer Stadt mit Wegen, Plätzen und Fassaden. Eingesetzt haben wir langlebige und authentische Materialien, mit dem Ziel die Ware besonders zur Geltung zu bringen.


Innovativ gegenüber der bislang bestehenden Gestaltung ist die Tatsache, dass wir die Verkaufsflächen komprimiert haben, um mehr Platz für Wege und Blickbeziehungen generieren zu können.


Besonders herausfordernd war die Warenpräsentation im Süßigkeitensektor, weil Süßigkeiten über die unterschiedlichsten Formate, Materialien und Größen verfügen. Unsere Antwort darauf war eine Gondelbahn, in der die Süßigkeiten präsentiert werden.

Aufgehängt an einem Schienensystem, können die Gondeln immer neu angeordnet werden, können Gruppen bilden und Wege und Plätze formulieren.

Die Farbgebung orientiert sich dabei an der Vielfarbigkeit der Süßigkeitenverpackungen.

Dieses erforderte eine besonders hohe Kreativität, da wir diese Gondelbahn als Prototyp von Grund auf neu konstruiert haben und zusammen mit einem Metallbauer und dem Auftraggeber zunächst bemustert haben, um dann eine den Anforderungen ausreichende Konstruktionsmethode zu entwickeln.


Dabei haben wir besondere Sorgfalt auf die Wegführung der Kund:innen gelegt, damit ein abwechslungsreicher und spannender Parcours durch die Abteilungen erlebbar ist.

Im Gesamtkontext wurden viele unterschiedliche Materialien kombiniert, wie unterschiedlich farbige Terrazzobeläge für den Bodenbereich, Stahl- und Holzsysteme für die Weinregale, eine Metallkonstruktion für die Süßigkeiten-Gondeln. Die verschiedenen Tresen für Brot und Kuchen bestehend aus Natur- und Werksteinen mit integrierten Vitrinen. In beiden Quadranten haben wir Ziegelsteine als gliederndes Element eingesetzt.


Besonderes Augenmerk haben wir dabei auf die Funktionalität der Süßigkeiten-Gondeln gelegt, denn diese müssen in den unterschiedlichsten Größenverpackungen und Farben der Ware Rechnung tragen. So wurde ein Gesamtkonzept entwickelt, welches immer wieder angepasst werden kann.

Auch bei der hochspezialisierten Gestaltung spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. So haben wir versucht die Maßnahme mit lokalen Firmen umzusetzen, auf dauerhafte und authentische Materialien Wert zu legen, die leicht zu reinigen und unempfindlich gegenüber Beschädigungen sind.

Unsere Aufgabe war es außerdem, einige Nebenräume zu gestalten, da Teil der Lebensmitteletage auch einige Restaurantflächen sind. Hier wurde Wert gelegt auf eine barrierearme Gestaltung der Toilettenräume, die allen Besucher:innen die Nutzung ermöglicht.

Based on the competition won by OMA in 2016 for the reorganization of KaDeWe, we, studio karhard®, were commissioned to redesign two quadrants of the food floor „die Sechste". 


We were particularly pleased as we did not have much experience with the design of retail areas of this scope before, but of course like most Berliners we have a personal connection to KaDeWe as the consumer temple of Berlin. 


The design of quadrants C & D of the sixth floor resembles the organization of a city with the elements of roads, squares and facades. Durable and authentic materials were used with the aim of accentuating the goods. 


What is innovative compared to the previous layout is the fact that we have compressed the sales areas in order to be able to generate more space for footpaths and viewpoints. The presentation of goods in the sweets sector was particularly challenging as sweets come in a wide variety of formats, materials and sizes. Our solution was a gondola system in which the sweets are being presented. Suspended from a rail structure, the single gondolas can constantly be rearranged, groups can be formed, paths and spaces can be defined. Their colour scheme is based on colourful sweets packaging. 


This required a particularly high level of creativity, since we had to develop this gondola lift as a prototype from scratch. Together with a metal worker and the client we sampled it in order to then develop a construction method that met the requirements. We have taken special care in guiding the customers along a varied and exciting course through the departments. 

Throughout the space many different materials were combined. These include differently coloured terrazzo floor coverings, steel and wood systems for the wine racks, a metal construction for the candy gondola system and various counters for bread and cakes made of natural stone and built-in display cases. In both quadrants we have used bricks as a structuring element. 


We paid special attention to the functionality of the sweets gondolas because they have to work for differently sized packaging and multiple colours of the goods, so an overall concept was developed which can be adapted time and again. 


Sustainability also plays a major role in the design, so we tried to cooperate with as many local companies as possible for the implementation, promoting long-lasting and genuine materials that are easy to clean and immune to damage.


As there are some restaurant areas on the food floor, our task also included designing some adjoining rooms. With an inclusive approach we made sure to create accessible washrooms for everyone.

PRESS

KaDeWe Food Magazine, Seite 8-11

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